In der Politik muss sich auf jeden Fall etwas ändern“

Datum
20. Juni 2025
Autor*in
Hannah Wignanek
Redaktion
politikorange
Thema
#Veranstaltungsbericht
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Foto: Jugendpresse Deutschland

Die Jugend­Po­li­tik­Tage haben begonnen: Wer sind die Menschen hier? Was treibt sie an? Und welche Erwar­tungen haben sie?

Aref Mahjoub ist 19 Jahre alt und kommt aus Müssen. Er findet politische Partizipation sehr wichtig.

Aref Mahjoub ist 19 Jahre alt und kommt aus Müssen. Er findet politische Partizipation sehr wichtig.

Foto: Jugendpresse Deutschland / Caroline Sauter

Darum ist Aref hier: 
Aref hat Bekannte, die schon mal auf den Jugend­Po­li­tik­Tagen waren und ihm davon erzählt haben. Er hatte schon in den letzten Jahren vor, dabei zu sein, da hat es aber zeit­lich nicht gepasst. 

Diese Themen sind ihm beson­ders wichtig: 
Er inter­es­siert sich für viele gesell­schaft­liche und poli­ti­sche Themen. Aref ist in unter­schied­li­chen Orga­ni­sa­tionen aktiv, unter anderem als Jugend­re­porter. Er findet es sehr wichtig, dass die Jugend aktiv in poli­ti­sche Entschei­dungen einbe­zogen wird. 

Darauf freut er sich am meisten: 
Am meisten freut er sich auf den Austausch und die Vernet­zung mit anderen poli­tisch Inter­es­sierten und die Möglich­keit, seine Kontakte weiter auszu­bauen. 

Meryem Sen (24, von links) aus Hagen, Celina Gehein (20) aus Bochum, Wilhelm Krauß (21) und Almut Röder (23) aus Chemnitz tauschen sich gerne über Politik aus.

Meryem Sen (24, von links) aus Hagen, Celina Gehein (20) aus Bochum, Wilhelm Krauß (21) und Almut Röder (23) aus Chemnitz tauschen sich gerne über Politik aus.

Foto: Jugendpresse Deutschland / Caroline Sauter

Darum sind Almut, Wilhelm, Celina und Meryem hier: 
Almut nimmt an den JPT25 teil, weil sie sich für eine jugend­ge­rechte Zukunft einsetzt. Wilhelm ist hier, weil er sich mehr für Politik enga­gieren will, hofft neue Kontakte zu knüpfen und einzig­ar­tige Erfah­rungen zu sammeln. Für Celina steht fest: In der Politik muss sich auf jeden Fall etwas ändern.“ Sie will neue Perspek­tiven und Ansätze entde­cken. Meryem ist bei den Jugend­Po­li­tik­Tagen, um Jugend­liche aus margi­na­li­sierten Gruppen zu vertreten und ein Sprach­rohr für ihre Perspek­tiven und Erfah­rungen in der Politik zu sein. 

Diese Themen sind ihnen beson­ders wichtig: 
Almut findet Gerech­tig­keit in Bezug auf Bildung, Gene­ra­tionen und Klima wichtig. Das sind zentrale Themen, mit denen sich die Politik und Gesell­schaft ausein­an­der­setzen sollte. Wilhelm inter­es­siert sich für alles rund um Bildung, Nach­hal­tig­keit und die Kombi­na­tion aus beidem: Bildung für nach­hal­tige Entwick­lung. Bekämp­fung von Rassismus und Sexismus sowie die Rolle von Bildung in diesem Kontext sind Themen, die Celina wichtig sind. Meryem ist gespannt auf die Bildungs­mi­nis­terin und die Work­shops. Sie nimmt am Angebot Empowered Voices of BIPoC“ teil und hofft, dort viele neue coole Leute kennen­zu­lernen und sich austau­schen zu können. 

Darauf freuen sie sich am meisten: 
Almut ist sehr gespannt auf die Work­shops. Sie besucht zwei Veran­stal­tungen zur Tauben Commu­nity. Außerdem hofft sie, dass bei den Gesprä­chen in den Kaffee­pausen ein Netz­werk junger Menschen entsteht, die sich in ihrer Region poli­tisch enga­gieren und gemeinsam an einer gerechten Zukunft für alle arbeiten wollen. Wilhelm liebt es allge­mein, neue Menschen kennen­zu­lernen und freut sich auf die Work­shops sowie die Podi­ums­dis­kus­sionen. Sein High­light ist die morgige Führung im Bundes­kanz­leramt. Celina ist gespannt auf die Bildungs­mi­nis­terin, was sie erzählt und welche Fragen die jungen Menschen ihr stellen. Femi­nismus, auch in Bezug auf margi­na­li­sierte Gruppen sind Aspekte, die Meryem beson­ders inter­es­sieren. Sie hofft, dass sie im Laufe des Wochen­endes Gleich­ge­sinnte findet. 

Der 19-jährige Karl Rödiger ist schon zum zweiten Mal bei den JPT dabei.

Der 19-jährige Karl Rödiger ist schon zum zweiten Mal bei den JPT dabei.

Foto: Jugendpresse Deutschland / Caroline Sauter

Darum ist Karl hier: 
Karl ist aus zwei Gründen hier: Er war schon vor zwei Jahren Teil­nehmer und hat sich dieses Jahr erneut dazu entschieden, an den JPT teil­zu­nehmen. Von der Orga­ni­sa­tion ist er sehr über­zeugt. Er freut sich auf die Versor­gung mit Getränken und Snacks. Außerdem ist Karl hier, um zu disku­tieren und andere Meinungen und Ansichten kennen­zu­lernen. Das heißt nicht unbe­dingt, dass sich meine Meinung ändert, das kann auch heißen, dass ich selbst neue Argu­mente finde, mit denen ich meine eigene Meinung stärken kann“, betont er. 

Diese Themen sind ihm beson­ders wichtig: 
Karl inter­es­siert sich beson­ders für Wirt­schaft und Finanzen. Er hätte sich zwar noch mehr Work­shops in diesem Bereich gewünscht, lässt sich aber auch für andere Themen begeis­tern. So nimmt er an einer Veran­stal­tung zur Endla­ger­suche für hoch radio­ak­tiven Abfall teil. Es ist span­nend, dass dieses Thema mit Jugend­li­chen disku­tiert wird.“ Außerdem findet Karl die Art der Bericht­erstat­tung über den Osten wichtig. Es macht ihn immer ein biss­chen traurig, wenn west­deut­sche Jour­na­listen über den Osten berichten, ohne jemals dort gewesen zu sein. 

Darauf freut er sich am meisten: 
Karl freut sich beson­ders auf den Austausch mit anderen jungen Menschen über die Ost-Bericht­erstat­tung. In Ostthü­ringen hätten die Menschen das Problem, dass die Tages­zei­tungen verschwinden, und diese durch AfD-Zeitungen, die unter­schwellig Wahl­wer­bung verbreiten“ ersetzt werden würden. 

Sandra Kopa (19) aus Munster, Julia Witzku (21) aus Dresden und Elea Bolhuis (17) aus Aurich freuen sich auf die Workshops.

Sandra Kopa (19) aus Munster, Julia Witzku (21) aus Dresden und Elea Bolhuis (17) aus Aurich freuen sich auf die Workshops.

Foto: Jugendpresse Deutschland / Caroline Sauter

Darum sind Julia, Elea und Sandra hier: 
Julia möchte die Möglich­keit nutzen, sich mit anderen jungen Menschen über Politik ins Gespräch zu kommen und ihre eigenen Posi­tionen zu teilen. Sie möchte Neues lernen und hat Lust sich bei den Work­shops mit ganz anderen Themen zu beschäf­tigen, als die, mit denen sie sich norma­ler­weise ausein­an­der­setzt. Elea ist bei den Jugend­Po­li­tik­Tagen, weil sie es wichtig findet, sich poli­tisch zu enga­gieren. Sie ist dankbar für die Möglich­keit, selbst mitmi­schen zu können. Ähnlich geht es auch Sandra. Sie ist hier, weil sie sich auf den Austausch mit Leuten in ihrem Alter freut, und wünscht sich, etwas aus den Gesprä­chen und Work­shops mitzu­nehmen. 

Diese Themen sind ihnen beson­ders wichtig: 
Julia studiert Psycho­logie. Sie beschäf­tigt die Versor­gung mit Thera­pie­plätzen und die Finan­zie­rung der Psycho­the­ra­pie­aus­bil­dung. Für Elea ist die Bekämp­fung sozialer Ungleich­heit sehr wichtig. Die Umwelt- und Wirt­schafts­po­litik sind entschei­dend, um den Wohl­stand und die Umwelt schützen Sandra kann sich bei beidem nur anschließen. Sie hatte den Eindruck, dass vor allem das Thema Asyl im Wahl­kampf eine große Rolle gespielt hat, während Themen, die die Gesell­schaft eigent­lich umtreiben sollten, in den Hinter­grund geraten sind. Das sind zum Beispiel Gleich­be­rech­ti­gung und psychi­sche Gesund­heit. 

Darauf freuen sie sich am meisten: 
Julia ist morgen bei einer Walking-Tour über Belarus dabei. Sie ist total gespannt, wie die Veran­stal­tenden Belarus mit Berlin in Verbin­dung bringen. Elea freut sich am meisten auf die Diskus­sion und Gespräche mit verschie­denen Politiker*innen und Jugend­or­ga­ni­sa­tionen. Für Sandra sind die Gespräche zwischen den Programm­punkten sehr wichtig. Sie freut sich auch auf den Work­shop der Tauben Commu­nity. Bisher hat sie kaum Berüh­rungs­punkte mit diesem Thema und freut sich deshalb umso mehr, teil­zu­nehmen und andere Perspek­tiven kennen­zu­lernen.


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